Ende der Wikingerzeit

Die Wikingerzeit endete mit dem elften Jahrhundert. Norwegen, Dänemark und Schweden wurden große Königreiche, die Nordmänner begannen sesshaft zu werden. Auch die Missionierung der Skandinavier, die Hinwendung zum christlichen Glauben, führte zu einer grundlegenden Befriedung der einstigen Krieger. Gleichzeitig veränderte sich die europäische Welt, die Wikinger verloren ihr Monopol und ihre militärische Überlegenheit im Schiffsbau.Die Wikinger haben die mitteleuropäische Ordnung spürbar beeinflusst. Im Jahr 911 erhielt der dänische Wikingerführer Rollo die französische Normandie als Lehen vom französischen König. Zwar verlor der König dadurch Land an die Skandinavier, dafür stellten diese aber die Verwüstungen und Plünderungen rund um Paris ein. Eine weitere Abmachung beinhaltete außerdem den Schutz Frankreichs vor künftigen Wikingerüberfällen durch den skandinavischen Vorposten in der Normandie. Die Normannen assimilierten sich schnell. Das heißt, sie nahmen die französische Sprache und französische Bräuche an, sie fügten sich geschmeidig in die französische Kultur ein. Der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer startete 1066 seine berühmte Expedition gegen England: In der Schlacht bei Hastings gelang ihm die Eroberung der britischen Insel. Selbst Süditalien und Sizilien nahmen die Normannen damals in Besitz.